...Lale Devri, die friedvolle Tulpenzeit!

Als Tulpenzeit (türkisch: Lale Devri) wurde in der älteren Literatur jene Epoche osmanischer Geschichte bezeichnet, in der das Großwesirat von Nevsehirli Damat Ibrahim Pascha mit dem Sultanat von Ahmed III. überlappte, also 1718–1730. Manchmal wird auch die gesamte Herrschaftsperiode des Sultans Ahmed III., 1703–1730, als Tulpenzeit verstanden. Der Name leitet sich von der vom Hof gehegten Vorliebe für Tulpen her.

Die Heimat der Tulpe lag wahrscheinlich in Persien oder im Schwarzmeer-Gebiet. Auch auf dem Balkan schien es eine wild blühende Tulpenart gegeben zu haben. Von dort brachten die Osmanen die Tulpe als Handelsartikel nach Konstantinopel. Die Wildblume wurde domestiziert und gezüchtet und spielte bald eine bedeutende Rolle in der osmanischen Gartenkultur. Die Wohlhabenden kultivierten sie in ihren Gärten. Vor allem in den Gartenanlagen des großherrlichen Hofes betrieb man großen Aufwand mit blühenden Blumen...

mehr im Artikel: Tulpe und Kaffee

Lale devri heisst aber auch ein sehr romantisches Lied, unter anderem interpretiert von der beliebten türkischen Sängerin Sibel Can:

Cok gec kalmisiz canim
Vakit bu vakit degil
Eski radyolar gibi
Catiya saklanmis ask

Oyle sanmisiz canim
Artik olumsuz degil
Leylayla Mecnun gibi
Coktan masal olmus ask

Lale Devri cocuklariyiz biz
Zamanimiz gecmis
Ask sarabindan kimbilir en son
Hangi sansli icmis

Ben derim utanma iftihar et
Sevmeyenler utansin
Asksizliga mahkum edildiysek
Bu dunya yansin

Lyrics: Sezen Aksu
Music: Bülent Özdemir

lale devri auf you tube

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